2. April 2012

Er war ihr lieb – jetzt ist er teuer

Astrid Weinreich macht auf einen Artikel von Anna Butterbrod in der “Frau im Spiegel” vom 2. Februar 2012 aufmerksam:

Was sie uns vorl(i)ebten, war zu wild, um wahr zu sein: Heidi Klum, 38, schwärmte vom Ehesex im Wandschrank und dem „Paket“ ihres Mannes Seal, 48, in seiner engen Radlerhose. Im Video zum Song „Secret“ wälzten sich der Sänger und das Model 2010 zwischen den Laken. Es war die scheinbar perfekte Liebe. Und alle konnten – nein, sollten – zuschauen. Lust-Frust oder Liebeslangeweile existierte nicht für die beiden, die jedem Otto-Normal-Paar Minderwertigkeitskomplexe einjagten. Doch plötzlich, nach acht gemeinsamen Jahren, ist ihre Liebesshow zu Ende. Noch vor fünf Wochen twitterten sie ein Lächel-Foto aus dem Winterurlaub, nun heißt es in einem Statement: „Wir haben uns auseinander gelebt.“

Geht das nicht alles ein bisschen schnell? Für die Außenwelt ja. Nicht aber für diejenigen, die Heidi und Seal nahe stehen. Ein Insider sagte dem Internetdienst „TMZ“, die Trennung sei „seit langer Zeit“ absehbar gewesen. Die zwei hätten sich zuletzt manchmal wochenlang nicht gesehen: Seal tourte durch Europa, Heidi drehte die neunte Staffel ihrer US-Show „Project Runway“, ging mit einer eigenen Lifestyle-Website an den Start, brachte einen Duft auf den Markt und bereitete „Germany’s Next Topmodel“ vor.

Laut „TMZ“ gibt es einen noch viel schwerwiegenderen Trennungsgrund: Es heißt, Seal habe ein „Temperament wie ein Vulkan“. Seine Aggressivität sei für Heidi nicht länger zu ertragen gewesen, schon wegen der Kinder (Lou, 2, Johan, 5, Henry, 6, und Leni, 7, die aus Heidis Beziehung mit Flavio Briatore, 61, stammt). In letzter Zeit soll Seal außerdem lieber mit Freunden durch Bars gezogen sein als zu Hause den Papa zu geben. Aber warum machte Heidi das so lange mit? Elmar Basse, Paarpsychologe und Autor des Ratgebers „Männer und Frauen: Lieben und Streiten“, kennt ähnliche Fälle aus seiner Praxis: „Das wirkliche Leben wird abgekoppelt von der Inszenierung. Möglich, dass hinter der Kulisse seit Jahren Dauerkrach herrscht. Die Beteiligten verlieben sich in die leuchtende Fassade und halten sie daher aufrecht.“ Heidis Bettgeflüster ist für Basse ein Fall von Kompensation: „Alle extremen Aussagen deuten eher auf das Gegenteil hin. Wenn jemand viel über tollen Sex, die perfekte Beziehung spricht, herrscht wahrscheinlich genau dort Notstand.“

Wie die Ehe wird auch deren Ende inszeniert. Das Timing ist ideal: Seal muss PR machen für sein Album „Soul2“, das in den USA zwei Tage nach der offiziellen Trennung erschien – sicher kein Zufall … Heidi lockt durch die privaten News noch mehr Zuschauer vor den Fernseher, wenn am 23. Februar „Germany’s Next Topmodel“ startet. Paare wie sie „wollen sich verkaufen, davon leben sie“, weiß Basse. Seal schüttete daher medienwirksam in TV-Shows sein Herz aus. Einmal sang er „Let’s Stay Together“ (Lass uns zusammen bleiben), dann schloss er eine Versöhnung nicht aus: „Vielleicht passiert es. Aber ich kann nicht für Heidi sprechen.“

Der Musiker beteuert, er wolle keinen Rosenkrieg. Doch der ist zu erwarten: Es geht um viel, viel Geld. Jeder Cent, der während der Ehe verdient wurde, gehört zum Gemeinschaftsvermögen. Gibt es, wie vermutet, keinen Ehevertrag, „wird das nach kalifornischem Recht im Falle einer Scheidung hälftig aufgeteilt“, sagt die Hamburger Fachanwältin für Familienrecht Astrid Weinreich. Heidis Vermögen wird auf 50 Millionen Euro geschätzt, das von Seal nur auf knapp zwölf. Der Brite würde einen dicken

Gewinn machen. Heidi tut anscheinend alles, um das zu vermeiden. Laut „TMZ“ traf sie sich mit den besten Anwälten von Los Angeles, bevor sie einen auswählte. Schlecht für Seal: Er darf keinen der Top-Juristen anheuern, denen Heidi absagte – wegen eines möglichen Interessenkonfliktes. Vielleicht wartet Heidi demnächst mit einer weiteren Überraschung auf: Schließlich trennte sich die Bergisch-Gladbacherin bis jetzt immer erst dann von einem Mann, wenn sie schon einen neuen im Visier hatte … von Anna Butterbrod

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